Petti hat ein Geschwisterchen, Bale. Aufgrund der tollen Zusammenarbeit mit dem Team des FTZ der Uni Kiel war es uns möglich, in dieser Saison weitere Rotmilane mit GPS/GSM-Sendern auszustatten. Dazu gehört auch ein Jungvogel aus dem Nest in der Nähe des Gutes Pettluis in welchem auch Petti groß geworden ist. Unser Pate Nils Kuhnert verfolgt nun beide Vögel und teilt seine Erkenntnisse und Gedanken mit uns. Vielen Dank dafür und viel Spaß beim Lesen.
Bale, der besenderte diesjährige Pettluiser Rotmilan ist am 25.9.2026 hier zu seiner Reise ins Winterquartier aufgebrochen und ist nun gestern wie auf der Detailkarte zu sehen im Vorland der Pyrenäen angekommen. Er flog demnach ca. 1.600 km in 15 Tagen, d.h. der Vogel ist täglich gute 100 km geflogen.
Auf der Übersichtskarte die Zugwege der beiden Pettluiser im Vergleich, Bale 2026 und Petti im letzten Winter. Auf der Detailkarte die aktuellen Tage von Bales Zugweg und ein Bild des Aufenthaltgebietes.
Wieder begeistert mich Bales angeborene Kompetenz, ohne diese Reise jemals zuvor geflogen zu sein, sein Winterquartier so zielstrebig anzusteuern zu können. Leider bleibt es unklar, ob er in Gesellschaft oder alleine geflogen ist. Die westliche grüne Linie auf der Übersichtskarte zeigt seine Flugstrecke. Die beiden anderen Linien sind Pettis vergangene Streckenlinien hin und zurück (in blau). Petti ist nach wie vor in unserer Region z. Zt. südlich von Bad Segeberg und es wird spannend zu erleben sein, wie er seinen zweiten Winter verbringt. Wird er überhaupt abfliegen und wenn ja, wann, warum dann und dann wohin? Besonders spannend wäre es natürlich, wenn er versuchen würde den Winter hier zu verbringen. Meine aktive Verfolgung der beiden Vögel zeigt ja, dass sie nie alleine waren, und so bedeutete die Suche nach den besenderten Vögeln immer auch das Auffinden anderer Individuen, die sich an den gleichen Orten aufhielten. Das war für mich eine große Überraschung. Wer weiß was wir entdecken, wenn Petti hier bleibt?
Es bleibt spannend.
